aquila non captat muscam

Das Kosmische ...

Berlin, 13. 4. 09 OMo

Am Freitag nun wieder eine Lesung zu Themen, wie sie hier ab und an auch zu lesen sind. Für alle die, die mitlesen und in Berlin oder Umgebung leben, hier die leicht gekürzte Einladung:

Liebe Leser des Apho-Briefs von Eo,

möchte Sie eigentlich mit Krisengerede verschonen, denn davon hört man allerorten schon mehr als genug. Zum Glück hat nun endlich (oder richtiger: schon) der Frühling eingesetzt und vertreibt fürs erste die trüben Gedanken. Jaja, des Frühlings holder, belebender Blick ! Da überkommt mich die Lust, ein wenig in lyrischen Versen zu schwelgen. Die Welt wird schöner mit jedem Tag - wie wunderbar gerade die japanische Zierkirsche blüht, es ist ein Gedicht und daneben leuchtend gelb in der Sonne die Forsythien. Und wie schön der Frühling sein blaues Band flattern läßt. Der mir wohl liebste Übergang im ganzen Jahr und damit auch die schönste Zeit des Jahres. Alles liegt dann noch vor uns, die ganze Leichtigkeit des Sommers, die angenehmen Stunden draußen, all dies hat gerade erst begonnen, seit wir vor gut zwei Wochen in die lichte Jahreshälfte eingebogen sind. Für mein Gefühl war dies immer der Wendepunkt im Jahr, weswegen ich mich schon in frühen Jahren fragte, warum man das Neue Jahr nicht mit dem Frühlingsanfang oder mit dem 1. März beginnen läßt. Ganz früher war es wohl auch so gewesen; das merkte ich schon als Junge, als ich dann mit Latein in Berührung kam. Oder warum nennt man den 12. Monat eigentlich salopp übersetzt einen Zehner oder Zehnten ? Kein Zweifel, daß da mal am Kalenderrad gedreht wurde. (Über diese Thematik gibt es eine essayistische Skizze in meim Buch Die Apho-Briefe von 2003.) Zu welchem Zweck wissen die Götter. Könnte mir vorstellen, daß ein in den März verlagertes Silvesterfest im Verein mit einer eben erwachenden Natur vielleicht doch die bessere Alternative wäre…

Genug der Grillen jetzt, denn ich habe ja noch eine Lesung anzuzeigen mit eim Thema, das sich ganz besonders der Natur oder genauer den natürlichen Grundlagen verpflichtet weiß. Und zwar geht es um drei höchstunterschiedliche Wesenheiten des Lebens, um die Pflanze, das Tier und den Menschen, insbesondere um ihr Verhältnis zueinander und die strukturellen Unterschiede zwischeneinander.

 

Am Freitag, den 17. April 09 um 20.00 Uhr
im LI-LA Literatur-Laden in der Wilmersdorfer Str. 9
die Lesung mit dem Titel:

 

Oswald Spengler -

‘Das Kosmische und der Mikrokosmos‘

Oder von der strukturellen Differenz zwischen
Pflanze, Tier und Mensch.
Eine brillante und kraftvolle Betrachtung
über die Seinsformen des Lebendigen.
Eo Scheinder liest einige Abschnitte
von luzider Klarheit aus Oswald Spenglers
‚Untergang des Abendlandes‘,

entnommen dem ersten Kapitel des 2. Bandes.

Lernen Sie einen Denker von Format
wie auch mit faszinierendem Tiefgang kennen,
der gerade in Zeiten großer Umbrüche
und globaler Veränderungen wieder sehr
an Aktualtität gewinnt.
Übrigens, alles andere als eine
theoretische Abhandlung sondern
sehr anschaulich und erkenntnisreich,
ja spannend geschildert.

.

14.4.09 00:47

Letzte Einträge: Bücher, über die ma spricht, noch mal den Apho 1109, Apho 1109, Hypermoderne vs. Archaiker, Hypermoderne vs. Archaiker (Forts.), Rettungsschirme und Scheuklappen

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